Mentha suaveolens EHRH.
wohlriechende Minze, Apfelminze

Mentha suaveolens war lange Zeit unter der Bezeichnung Mentha rotundifolia (L.) bekannt. 
Genauere Untersuchungen ergaben jedoch, dass dieser Name fälschlich verwendet wurde. (HARLEY 1972).

Mentha rotundifolia, richtig bezeichnet
Mentha x rotundifolia, ist ein Hybrid aus Mentha longifolia x Mentha suaveolens.

Zahlreiche neuere Literaturangaben beziehen sich auf Mentha x villosa var. alopecuroides (im Handel meist fälschlicherweise als Apfelminze bezeichnet) mit rundlichen Blättern.


Pflanze fertil. Obere Blätter am Stängel sitzend oder unmerklich, meist sehr kurz (1 - 2 mm), gestielt.
Blätter rundlich bis breit - eiförmig, bis 5 cm lang, gesägt, netznervig, Unterseite dicht behaart, hoher Anteil an verzweigten Haaren, an der Oberseite kurze einfache Haare. Blätter vorne abgerundet, stumpf (ohne Spitze).
Serratur fast wie gekerbt gesägt, weil die Zähne gegen die Unterseite abwärts gebogen sind.
Die Scheinquirle in den Achseln sehr kleiner Hochblätter, genähert oder von einander entfernt, die untersten in den Achsen von verkleinerten Laubblättern.
Oberirdische Ausläufer mit zahlreichen fast runden Blättern, wenn unterirdische, dann nur bis 4 cm unter der Oberfläche.


 

Wachstumsstörungen treten bei Mentha suaveolens in frostgefährdeten Gegenden häufig auf, 
da das weit verbreitete oberflächliche Wurzelsystem dieser Sippe dem Frost viel eher Angriffspunkte bietet  als die tief reichenden Ausläufer von Mentha longifolia und Mentha spicata.